Geschichte

Als Ende der 60er Jahre verschiedene Wehren Jugendfeuerwehren gründeten, befasste sich auch unsere Wehr mit diesem Gedanken. Obwohl sich das Kommando darüber im klaren war, welch schwieriges Neuland da betreten wird, kam es am 24. Januar 1970 zur Gründung der „Jugendfeuerwehr Düshorn", es war die „Sechste" im Kreis.

Die Gemeinde stellte Mittel für Kombis und Käppis zur Verfügung; Hemden und Schlipse (diese trug man damals) wurden vom 1.Flohmarkt beschafft, und schon existierte eine kleine schneidige Truppe aus der im Jahre 1971 schon „einige" die Leistungsspange erwerben konnten.

Als 1. Jugendfeuerwehrwart fungierte Paul Fritsch. Gemäß dem "Bildungsprogramm der deutschen Jugendfeuerwehr" welches besagt, die traditionsreiche Feuerwehr bemüht sich, den Jugendlichen neben Elternhaus, Schule, Sport etc. ein weiteres Betätigungsfeld zu bieten, wurde der Dienstbetrieb gestaltet. In der Vorgabe heißt es: 50 % Feuerwesen / 50 % jugendgerechte Freizeitgestaltung: Sport, Basteln, Fahrten, Lager, etc.

Was fehlte waren passende Räumlichkeiten. Ein Klassenraum in der Schule, und später dann Räume im Sportlerheim halfen uns in den ersten 10 Jahren während der Wintermonate über diese Misere hinweg. Nach Fertigstellung des Anbaus 1980 am Feuerwehrhaus war dieses Problem aus der Luft. Die Winterhalbjahre wurden intensiv für die theoretische Ausbildung genutzt, während dann in der wärmeren Jahreszeit Vorbereitungen für anstehende Wettbewerbe, Fahrten, Lager usw. getroffen wurden. Teilgenommen wurde grundsätzlich an allen Aktivitäten, nicht immer mit dem erhofften Erfolg, aber doch sehr oft.

Neben den Kreiszeltlagern war die Teilnahme an dem sporadisch mittlerweile 3 Jährlich stattfindenden Landeszeltlager für die Jugendlich stets ein Höhepunkt. Als wir 1973 aus dem Landeszeltlager in Dorum mit dem Titel "Landessieger im Zeltwettbewerb" nach Hause kamen und von der Gemeinde zu einem Empfang – die Hähnchen waren lecker – eingeladen wurden, kannte die Begeisterung keine Grenzen.

Einen besonderen Stellenwert in Bezug zur Jugendwehr nehmen zweifelsohne die Jahre 1986 und 1995 ein. Denn unsere Jugendfeuerwehr hatte 1986 Heimrecht, als sich auf dem Schützenplatz in Düshorn etwa 500 Jugendliche sowie Gastgruppe aus anderen Landkreisen während des 5. Kreiszeltlager eine Woche tummelte. Eine Wiederholung gab es 1995 beim 8. Kreiszeltlager, diesmal im Bereich unserer Schule, aber mit 700 Teilnehmern.

In „Lagerfreien Jahren" starteten wir eigene Unternehmungen. Wir besuchten Flensburg im Norden, Überlingen im Süden, sowie Wandlitz im Osten und Burg Rieneck in der Mitte des Landes. Und auch der Nürburgring wurde von uns schon erkundet. Entschädigt für die intensiven Übungsdienste wurden wir durch die Tatsache, dass wir uns 1989 und 1991 für die Bezirkswettkämpfe qualifizieren konnten.

Nichts mehr wegzudenken sind die Altpapiersammlungen. Seit 1981 führen diese durch und sponsern so unsere Aktivitäten. Seitdem das Niedersächsische Brandschutzgesetz geändert wurde, dürfen auch weibliche Mitglieder aufgenommen werden. Auch bei uns wurde dieser Schatten übersprungen. Die ersten Mädchen kamen 1989 zur Jugendfeuerwehr und gingen dann auch in die Aktiven über.

(Auszug aus: "... schon über 50 Jahre". Chronik FF Düshorn 1997)

 

Alle Jugendfeuerwehrwarte auf einen Blick

Paul Fritsch 1970-1975

Axel Hartenstein 1975-1978

Franz Augustin 1978-1982

Cord-Herbert Hellmers 1982-1985

Holger Dopmann 1985-1997

Peter Schedler 1997-2000

Mario Freitag 2000-2006

Mark Hammermeister 2006-2009

Mareike Fieweger 2009-2012

Mirko Deuerling seit 2012


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